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Bronchitis

Bronchitis

Akute Bronchitis

Gelangen Viren in die unteren Atemwege, befallen sie dort die Zellen der Bronchialschleimhaut. Dies kann eine Beschädigung der Schleimhaut und zum Verlust von Transporthärchen (Zilien) führen. Die Bronchialschleimhaut kann als Folge Fremdkörper viel schwerer entfernen. Das Immunsystem reagiert auf diesen Angriff mit der Produktion von Schleim, um das Eindringen zu erschweren und die Viren zu binden. Zudem löst der Körper eine Entzündung in den befallenen Bronchien (Luftleitungen) aus.

Die Entzündung reizt zusammen mit dem Schleim Rezeptoren (eine Art Sensoren) in der Bronchialwand. Dies bewirkt das unwillkürliche Auslösen eines produktiven Hustens d.h. es wird Schleim ausgeworfen. Der Mensch leidet an einer akuten Bronchitis, wie sie zum Beispiel häufig bei Erkältungen vorkommt. Als unangenehme Begleiterscheinungen der akuten Bronchitis kommt es zu Abgeschlagenheit, Schmerzen, produktivem Husten und Fieber.

Chronische Bronchitis

Leidet ein Patient allerdings länger als 3 Monate am Stück an einer Bronchitis, und dies in 2 aufeinanderfolgenden Jahren, so spricht man von einer chronischen Bronchitis.
Die chronische Bronchitis hat allerdings in 95% aller Fälle keine Infektion, sondern das Rauchen als Ursache. Chronische Bronchitis wird daher im Volksmund auch häufig als „Raucherhusten“ bezeichnet. Diese Form der Bronchitis fällt durch eine starke Produktion von Schleim auf, welche nur schwer abgehustet werden kann.

Die Schleimhaut ist zudem vorgeschädigt und angeschwollen, was zu einer erschwerten Atmung und somit zu einer reduzierten Sauerstoffaufnahme führt. Durch die Unterversorgung mit Sauerstoff verliert der Patient an Leistungsfähigkeit und fällt durch ständiges Husten und Kurzatmigkeit auf. Bekannte Abhilfe bei einer chronischen Bronchitis sind ein sofortiger Rauchstopp, der Einsatz von Bronchodilatatoren und schleimlösende Medikamente.

Die chronische Bronchitis muss unter allen Umständen von einem Arzt behandelt werden, da sie die Vorstufe zu einer COPD sein kann. COPD ist eine unheilbare Lungenkrankheit, die in den meisten Fällen tödlich endet. Raucher über 45 Jahren und Patienten mit chronischer Bronchitis sollten jährlich eine Lungenfunktionsmessung, Spirometrie genannt, durchführen lassen. Die Spirometrie wird in diesem Zusammenhang auch von der Schweizer Lungenliga empfohlen.