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Weshalb entsteht Husten und welche Hustenarten gibt es? Hier erfahren Sie mehr über die Physiologie des Hustens.

Husten

Husten wird oft als Krankheit angesehen, in der Tat ist es jedoch eine nützliche Reinigungsfunktion des Körpers. Der Mensch hustet, um Fremdkörper aus den Atemwegen zu entfernen. Bei einem Hustenstoss wirken enorme Kräfte auf die Atemwege. Die Luftgeschwindigkeit in den Bronchien beim Husten kann bis zu 300 km/h betragen.

Erkältungshusten

Bakterien, Viren und auch winzige Staubpartikel (z.B. beim Rauchen) dringen in die Atemwege ein und greifen dort die Zellen der Schleimhaut an. Der Körper antwortet mit dem Auslösen einer Entzündung, es kommt ausserdem zu einer vermehrten Schleimproduktion, um den Erregern das Eindringen zu erschweren und sie zu binden. Die vermehrte Schleimproduktion hat allerdings auch den Nachteil, dass die Flimmerhärchen der Bronchialschleimhäute in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt werden. Diese Härchen, auch Zilien genannt, verlieren dadurch die Fähigkeit Fremdkörper aus der Lunge zu transportieren. Als Folge sammelt sich immer mehr Schleim in den Atemwegen an, was die Atmung zunehmend erschwert. Der angesammelte Schleim, mit den gebundenen Krankheitserregern und Rauchpartiklen, reizt Rezeptoren (eine Art körpereigene Sensoren) in den Atemwegen so stark, dass ein Hustenstoss unwillkürlich ausgelöst wird.

Trockener und produktiver Husten

Am Anfang einer Erkältung husten die meisten Menschen noch trocken. Eine erhöhte Schleimproduktion hat noch nicht stattgefunden und es wird noch kein Schleim ausgeworfen. Man spricht in diesem Fall von trockenem Reizhusten.
Im Laufe einer Erkältung oder einer bakteriellen Infektion der Atemwege setzt nach 1-3 Tagen als Abwehr des Körpers die Schleimproduktion ein. In diesem Stadium leidet man an unproduktivem Husten. Ein fester Schleim liegt in den Atemwegen. Der Körper versucht den Überschuss an Schleim durch Husten loszuwerden, dieser sitzt aber noch zu fest. Später geht der unproduktive Husten in eine produktive Form über. Die Schleimmassen in den Atemwegen lösen sich langsam und der überschüssige Schleim mit den Krankheitserregern kann ausgehustet werden. Das Aushusten von grossen Schleimmassen im Verlauf einer Erkältung oder einer anderen Krankheit der Atemwege wird als produktiver Husten bezeichnet.
Bei trockenem Husten kommen vor allem hustenstillende Medikamente zur Anwendung, während bei dem sogenannten produktiven Husten eher schleimlösende Medikamente verwendet werden.