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Halsschmerzen sind Begleiterscheinungen von Erkältungen. Wie Halsschmerzen anatomisch eingeteilt werden, erfahren Sie hier.

Halsschmerzen

Rachenentzündung

Halsschmerzen haben in der Regel eine Entzündung im Hals und/oder im Rachenbereich als Ursache.
Man unterscheidet hierbei zwischen der viel häufigeren Rachenentzündung (Pharyngitis) und der selteneren Kehlkopfentzündung (Laryngitis). Eine Rachenentzündung wird sehr oft durch verschiedene Arten von Viren hervorgerufen, die mit eingeatmetem Staub oder Wasserdampf in den Körper gelangen. Bakterien können seltener Rachenentzündungen verursachen, sie können aber schwerwiegende Folgen haben, wie z.B. eine Streptokokken Angina.

Ein anderer Weg der Ansteckung besteht in der klassischen Schmierinfektion. Dies passiert, wenn man mit Gegenständen, z.B. Türgriffen oder einem Wasserhan in Berührung kommt, den eine erkrankte Person bereits angefasst hat. Danach reicht ein unbewusster Kontakt der Hand im Bereich von Mund oder Nase, um die Erreger in den eigenen Körper zu transportieren. Eine virale Rachenentzündung weitet sich häufig in die Nase und die Bronchien aus und verursacht dort Schnupfen und Husten.

Bakterielle Infektionen des Rachens hingegen sind eher lokal beschränkt, und bereiten beim Schlucken und Sprechen Schmerzen. Falls der Rachen stark gerötet ist, sowie mehrere kleine rote Pünktchen im Rachen zu sehen sind und das Schlucken ausserdem sehr schmerzhaft bis unmöglich ist, ist es besser, einen Arzt aufzusuchen. Leichtere bis harmolse Fälle können aber ohne Weiteres mit lokal wirksamen Mitteln, wie Lutschtabletten, behandelt werden.

Kehlkopfentzündung

Bei der selteneren Kehlkopfentzündung wird zwischen einer akuten und einer chronischen Form unterschieden.
Dauert die Entzündung über 3 Wochen an, spricht man von der chronischen Variante.

Eine Kehlkopfentzündung kann nicht nur durch Bakterien und Viren verursacht werden, sondern auch durch Rauchen, Allergien und Überanstrengung der Stimme, zum Beispiel beim Singen.

Die Symptome sind ausser Halsschmerzen, häufig auch Heiserkeit bis zur Stimmlosigkeit, sowie trockener Reizhusten. Bakterielle Infekte des Hals-/Rachenraumes können mit Antibiotika erfolgreich behandelt werden. Die häufigeren, viralen Infekte können auch nur symptomatisch behandelt werden. Da sich bei einer heisernen Stimme oft noch Schleim im Bereich des Kehlkopfes ansammelt, kann es von Vorteil sein, hier schleimlösende Medikamente zu verwenden.